Tipps für Angehörige


Wenn Sie jemanden kennen, der nach Ihrer Meinung zu viel Alkohol trinkt, dann sollten Sie diese Seite, aber auch die Informationen für Menschen lesen, die zu viel Alkohol trinken.

Die erste Information für Sie lautet: Niemand kann einen Menschen gegen seinen Willen vom Alkohol abhalten. Es gibt auch keinen Königsweg einem Betroffenen sein Problem so zu verdeutlichen, dass er sich über seinen Umgang mit Alkohol Gedanken macht.

Die zweite Information für Sie lautet: Sie sind nicht für den übermäßigen Alkoholkonsum eines Menschen verantwortlich. Sie haben nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht sich vor den Folgen dieses übermäßigen Alkoholkonsums zu schützen. Sie helfen dem Anderen nicht, wenn Sie auf diesen Selbstschutz verzichten.

Die dritte Information für Sie lautet: Unterstützen Sie die betroffenen Menschen bei der Hilfe zur Selbsthilfe. Nehmen Sie ihm wder die Verantwortung für sein Verhalten noch die Folgen dieses Verhaltens ab.

Die dritte Information ist besonders schwierig umzusetzen, denn das kann für Sie mittelbar oder unmittelbar Folgen haben. Wenn der Betroffene seinen Job verliert, weil Sie ihn nicht krankgemeldet haben, als er betrunken war. Er wird Ihnen dann Vorwürfe machen. Denken Sie daran: nicht Sie waren betrunken, sondern er. Sie haben ihn nicht gezwungen, zu viel zu trinken. Der Trinkende und nur er hat die volle Verantwortung für sein Handeln. Sie können ihn Informationen geben, wo er Hilfe und Unterstützung bekommen kann. Hingehen und Hilfe annehmen, muss er selbst.

Besuchen Sie uns in unserer Gruppe. Wir unterstützen Sie nach Kräften. Wir haben Erfahrungen aus unserem eigenen Leben. Wir kennen die Probleme übermäßigen Trinkens aus eigener Erfahrung. Und wir haben den Alkoholmißbrauch überwunden. Wir reden mit den Betroffenen offen und ohne Vorwürfe. Wir kennen das Problem des Verleugnens und der gebrochenen Versprechen.

Wenn uns ein Betroffener anlügt, merken wir das und werden ihm das auch sagen. Ein Rückfall? Gehört leider zur Krankheit dazu. Ein Rückfall muss keine Katastrophe sein. Deshalb kann jeder jederzeit wiederkommen. Auch wenn er übermütig dachte, er könne mit seinem Trinkproblem alleine fertig werden

Auch als Angehörige/r stehen wir Ihnen gerne für E-Mail-Anfragen zur Verfügung. Klicken Sie auf das unterstrichene Wort "E-Mail-Anfragen". Es öffnet sich Ihr E-Mail-Programm und unsere Adresse ist bereits eingefügt. Es gibt keine dummen Anfragen, nur dumme Antworten. Dumme Antworten sind aber keine Hilfe, deshalb antworten wir immer nach besten Wissen und Gewissen.